MenschMedien | Verlag Eckernförde | ||||||
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| Leseproben |
Christiane Feuerstack (Hg.) Christiane Feuerstack Das Gesetz von Geben und Nehmen Gesetze des Geldes Heidemarie Schwermer Markus Feuerstack Matthias Klausener Anne Fischer Martin Rebholz Dora Schmid Florian Hainke Kai Harster Marie-Sabine Gerber Christiane Feuerstack Sabine Wandelt-Voigt
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Bibliographische Angaben
| Das Geheimnis der Goldmarie
Arbeit, Geld und Karma
Herausgegeben von
1. Auflage
2008 | ||||||
Anne Fischer
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Ich kenne aus meinem Leben immer wieder Phasen des Depressivseins, der Angst nicht zu genügen. Bisher kam ich mit Hilfe verschiedener Therapien aus den Tälern immer wieder heraus. Doch seit Beginn dieses Jahres fühle ich mich müde, ausgelaugt und antriebslos. Ängste die Arbeit nicht zu schaffen sitzen in mir - es kommen Gedanken, dass ich aufhören sollte zu arbeiten. Dann kommt eine Existenzangst in mir hoch. Ich spüre, dass ich der Lautstärke, dem Krach, den Auseinandersetzungen zwischen den „Betreuten" und auch mit ihnen, in dem Haus, in dem ich arbeite, nicht mehr so gewachsen bin wie früher. Hinzu kommt, dass ich seit einigen Wochen von einem autistischen jungen Mann aus der Gruppe provoziert und teilweise tätlich angegriffen werde und somit auch Angst vor ihm habe, was er natürlich spürt | ||||||
| Imagination | Es erscheint das Bild des jungen Mannes, der mich provoziert und attackiert und er sagt: „Ich verhalte mich so, weil ich mich rächen will, Du hast mich im Stich gelassen, ich habe Dir vertraut." Plötzlich fliegen Geldscheine herum und er sagt: „Das ist mein Geld; Du hast es nicht richtig angelegt, Du hast es unterschlagen." Ein neues Bild: es kommt jemand in einer Rüstung angeritten, der das Geld geraubt hat. Im Vordergrund befindet sich noch der junge Mann, und dahinter der Mann in der Rüstung. Die Geldscheine werden zu gestohlenen Geldstücken. Ich sage zu dem Ritter in der Rüstung, dass es gestohlenes Geld sei, welches ich nicht verwalten könne und dass es zurückgegeben werden solle. Er kommt auf mich zu, bedroht mich mit einer Lanze und befiehlt mir: „Du verwaltest das Geld!" Ich erwidere laut und klar: „Nein!" Jetzt sticht er mir mit der Lanze in Herz. (Es tut mir in der Sitzung das Herz in diesem Augenblick weh.) Ich glaube zu sterben. Der Ritter und sein Gefolge reiten weg und ich liege da, es fließt Blut aus mir. ........ Erstaunliche Zusammenhänge zeigten sich nun zwischen den beiden Themen, die mich zu diesem Zeitpunkt belasteten, die ich aber zuvor separat voneinander betrachtet hatte. Die Aggressivität des jungen Mannes und meine Existenzängste verbanden sich zu einem Themenkomplex, der an Erfahrungen von Gier, Besitz und Verlust gekoppelt war. Der junge Mann hat sich dieses Mal für ein Leben entschieden, in dem das, was er damals als wichtigstes erkannt hat, gelernt werden kann: die Liebe der Menschen untereinander, nicht der Besitz materieller Dinge. Daran können wir uns gegenseitig immer wieder erinnern. Das ist es, was er mir zeigen will. Seit dieser Sitzung sind einige Tage vergangen, ich fühle mich gestärkt, hatte einige Tage später noch einmal einen ziemlichen Zusammenstoß mit dem jungen Mann, doch bin ich zuversichtlich, den Knoten lösen und verwandeln zu können. | ||||||
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