MenschMedien | Verlag Eckernförde | ||||||
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| Leseproben |
Christiane Feuerstack (Hg.) Christiane Feuerstack Das Gesetz von Geben und Nehmen Gesetze des Geldes Heidemarie Schwermer Markus Feuerstack Matthias Klausener Anne Fischer Martin Rebholz Dora Schmid Florian Hainke Kai Harster Marie-Sabine Gerber | ||||||
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Bibliographische Angaben
| Das Geheimnis der Goldmarie
Arbeit, Geld und Karma
Herausgegeben von
1. Auflage
2008 | ||||||
Marie-Sabine Gerber | Ohne Anstellung meldete ich mich zunächst arbeitslos und begann die Suche einer Teilzeitstelle. Der Wegfall der Lehrerrolle ermöglichte Intensivierung des Studiums, das mich in vieler Hinsicht nicht befriedigte. Ich wollte es also gern schnellstmöglich hinter mich bringen. Bald spürte ich, dass ich die durch das Arbeitsamt vorgeschriebene Anzahl Bewerbungen schrieb, mit dem Wunsch die Stelle nicht zu erhalten. Das kam mir sehr verlogen vor und ich meldete mich ab. Nun wusste ich, es galt mein Erspartes so einzuteilen, dass es mich durch meine Studienzeit tragen würde. Zunächst brachte das eine starke Verkrampfung. Zunehmend lernte ich, Arbeit und Geld neu zu denken. Letztlich geht es immer um Karma. Ich hinterlasse Spuren, entweder Spuren des Nehmens oder des Gebens, des Schuld Aufbauens oder Abtragens. Vom Kosmos erhalte ich, was ich brauche. Ganz unmöglich kann ein Mensch, der Reichtum hortet oder viel für sich beansprucht, spirituell sein. Denn er nimmt mehr als er gibt. Alle spirituellen Traditionen, denen ich in Ost und West begegnet bin, sprechen sich aus gegen Hausbesitz oder anderes Anhaften. Finanzielle Schulden deuten immer auch auf karmische hin. Vielleicht haben wir letztlich nur eine begrenzte Anzahl Fäden zur Verfügung, mit deren Hilfe wir Verbindungen eingehen. Knüpfen wir Bindungen an materielle Werte, Gedanken und Gefühle oder an spirituelle? ............ Was will ich Jugendlichen wirklich vermitteln? Dürsten sie nicht genau so wie ich damals nach echtem Brot anstatt Steinen, nach lebendigem Wort, sehr viel aktivem Tun und vor allem nach kreativen, suchenden, authentischen Menschen, die keine veralteten Theaterrollen spielen, aus deren Abdrücken sich die jungen Menschen später nur allzu mühsam befreien müssen. Sie suchen nach aufrechten, konfliktfähigen Individuen, nicht nach abhängigen halben Portionen. Sie suchen nach vielfältigen Begegnungen, die sie zu kreativen Möglichkeiten anregen – allem voran zur Möglichkeit, sich selber zu finden als einmaliges Wesen. In meiner Standhaftigkeit meinen ureigenen Weg zu vertreten liegt meine Aufgabe. Aber wie, wenn Schulsystemstrukturen dagegen wirken? | ||||||
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